endlich auch noch ein paar Zeilen von meinem Tagesausflug zum Milford Sound mit kleinen Anlehnungen an Wikipedia und Co für ein wenig "Fleisch und Hintergrundinfos" für diejenigen von Euch, die es interessiert...ansonsten einfach querlesen...;-)
Der Milford Sound gehört zum Fjordland Nationalpark, Neuseelands größtem Schutzpark und Weltnaturerbe der Unesco. Einziger Einstiegspunkt zum Fjord ist in der überschaubaren Stadt Te Anau. Das Städtchen ist direkt am Te Anau See gelegen und gerade dieser See ist es, der die kleine Stadt von den unzugänglichen Bergen des Fjordlandes trennt. Die Straße von Te Anau zum Milford Sound ist somit auch der einzige öffentliche Landtransportweg in die Fjordwelt. Und daneben gibt es nur noch einen sehr berühmten Wanderweg zum Sound, für den man ungefähr 4 Tage benötigt.
Da ich von Queenstown sogar ganze 300 km zurückzulegen hatte für einen Weg, habe ich mich für einen ganz normalen Touranbieter mit dem klingenden Namen "Kiwi Discovery" entschieden. Der schien mir genau der Richtige zu sein.

Um 7 Uhr morgens ging es also los in den von Wolken verhangenen Tag zu einer Bootstour im Milford Sound...
....vorbei an wechselnder Flora und Fauna, dem großen See Wakapitu und den kleinen, unberührten Seen, wie Lake Gunn und den Mirror Lakes...

...vorbei an von anderen Bussen angetriebenen Schafherden, die zu ihrem zweiten Frühstück unterwegs waren...

...und vorbei an kleinen Wasserfällen...

...und zum Ende auch auf der Milford Road genannten Strecke...

...hin zum direkten Eingang zu einem der angeblich beeindrucktesten Fjorden der südlichen Hemisphäre...

Wenn man durch den Eingang erst einmal geschritten ist und den ersten Blick auf die Fjordlanschaft geworfen hat, ist es einem spätestens dann völlig wurscht, dass dieser Sound eigentlich ein Fjord ist. Nachdem er ja am Salzwasser liegt. Kleinigkeiten. Nicht wichtig. ;-)
Der Fjord jedenfalls entstand durch die Gletscherbewegungen der Eiszeiten. Ganze 15 Kilometer erstreckt er sich von der Tasmansee ins Land und wird von bis zu 1200 Meter hohen Felswänden umgeben. Die höchste Erhebung ist der Mitre Peak (Bischofshut) mit 1692 Metern. Durch Steigungsregen an den direkt anschließenden neuseeländischen Alpen gehört der Milford Sound zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Jährlich fallen hier bis zu 8000 mm Niederschlag. Relativ gesehen hatten wir also relativ gutes Wetter...;-)
...unser Boot...



...hier ein paar Robben, die anders als die Delfine und
Pinguine an diesem Tag nicht frei hatten...

...1,5 Stunden später war die Bootsfahrt auch schon wieder vorbei.
Auch wenn der Sound sich etwas grüblerisch zeigte, er ist wirklich beeindruckend...
...auf dem Rückweg kam nach sich bewährender Regel dann doch wieder die Nachmittagssonne raus...und ich hab nicht glauben können, welchen Unterschied das macht...



...bei soviel Licht konnte ich mir auch gleich die vielen Stiche einer weiteren Spezies anschauen, auf die man im Milford Sound trifft: Cannibal Flies.

...wenn man sich im Milford Sound also nicht wie das Glied in der Nahrungskette fühlen möchte, sein Nachahmern eine gute Vorbereitung empfohlen...;-)

....auch wenn dieser Schleier vielleicht keinen schlanken Fuß macht. ;-)
Alles Liebe,
Wiebke
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