Hi all,
nach etwas Funkstille und dem traurigen Ereignis in Christchurch erst einmal Entwarnung. Es geht mir sehr gut. Ich bin mittlerweile im Land der Kiwis angekommen und verbringe heute bereits den 3. Tag in Auckland. Vom Erdbeben selbst hab ich somit auch nur aus den Nachrichten und aus einigen Gesprächen im Hostel etwas mitbekommen.
Generell ist man hier sehr beunruhigt, da man das Erdbeben aufgrund seiner Stärke und dem eher langem zeitlichen Abstand zu dem September-Erdbeben eher nicht als Nachbeben einordnet. Erste Vermutungen gehen dahin, dass das Beben vom September die Spannungen in der Region weiträumig verändert haben, was weitere katastrophale Beben verursachen könnte.
Einen wirklichen Aufenthalt in Christchurch hab ohnehin nicht geplant gehabt. Allerdings gibt es ein Flugticket von Queenstown über Christchurch nach Nelson in einigen Tagen. Mal sehen, wie sich alles weiter entwickelt...
Etwas bizar daran ist auch, dass ich am letzten Tag in LA noch im Science Museum ganz viel über Erdbeben gelernt und noch am Computer einen Erdbeben-sicheren Wolkenkratzer gebaut habe. Und auf einmal geschieht eines in relativ unmittelbarer Nähe. Also, hoffen wir mal das Beste und dass die Auseinandersetzung mit dieser Art von Naturgewalt für mich auf meiner Reise auf dem diesem Level bleibt und nicht weiter vertieft wird.
Apropos LA - Ihr seid sicher neugierig, wie ich das Sloppy Joe - Dinner überlebt und was sonst noch ein paar Highlights der Tage dort waren. Da ich noch blogge, dürfte es wohl auf der Hand liegen, dass das Dinner keinen nachhaltigen Konsequenzen hatte.;-)) Etwas anderes sehr Nachhaltiges hab ich allerdings mitgenommen aus LA. Wunderschöne Erinnerungen an einen sonnigen Nachmittag im und vor allen Dingen außerhalb des Getty Centers. Klingt seltsam?
Im Getty Center befindet sich das Museum vom Öl-Industriellen John Paul Getty, der vor langer Zeit erst Lösegeld für seinen entführten Enkel zahlte, als man ihm dessen Ohr zuschickte. Vielleicht kennt ihr die Geschichte...(Er soll übrigens nachher diese Summe vom Enkel mit Zinseszins zurückgefordert haben...)
Beim Getty Center jedenfalls wurde nicht gespart. 1997 ist der riesige Komplex auf den Santa Monica Mountains mit herrlichem Panorama-Blick auf LA und die Küste mit den Beaches fertiggestellt worden. Seine Architektur und Lage sind Atem raubend. Ohne Übertreibung. Auch für weniger an Architektur Interessierte wie mich.;-)) Schaut selbst...
Das Getty Center...
Bevor man das Gebäude übrigens zum ersten Mal wirklich sieht, wird erst ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut. Man parkt nämlich nicht etwa direkt davor, sondern fährt mit einer kleinen Bahn den grünen Hügel zum Center hinauf...

...und dann lässt man sich treiben auf dem schönen Gelände...

...entdeckt die herrlichen Terrassen und den Ausblick...

...und die abwechslungsreichen Innenhöfe...

....und irgendwann dann auch die (weniger spannende, spärliche) Ausstellung im Inneren... nur um dann auf einmal auf der vielleicht schönsten Terrasse im Westflügel zu landen - mit riesigem Panorama-Blick auf LA und auf die abgebildete Terrasse...

...und in der Ferne funkelt das Meer.....irre schön...
...und last but not least noch ein Blick in einen Teil des Getty Gartens - auch eher modern und vielleicht etwas schräg... ;-))
Ich war übrigens mit einer vom Hostel organisierten Tour zum Getty Center nach Brentwood gefahren und hab dabei 2 Mädels kennengelernt. Eine der beiden war gleichzeitig auch roommate von mir....Wir waren jedenfalls schnell einer Meinung, dass man den Schwerpunkt des Besuchs auf das Museumsgelände und auf das Café verlegt. Hat den Nachmittag noch einmal noch netter gemacht.;-))
An wirklichem für LA typischen Sightseeing habe ich neben dem Getty nur das Science Museum mir angesehen. Das LACMA hätte ich auch gerne besucht, aber das war leider geschlossen.
Ansonsten bietet LA selbst mE nicht viel. Ein nacktes Hollywood-Schild, die Sternchen am Boden oder beispielsweise die hinter Zäunen liegenden Villen in Beverly Hills oder die Universal Studios sind in Kombination mit ganz viel Stau und Fahrerei für mich eher nicht so reizvoll gewesen.
Von daher habe ich mit mehr Zeit Santa Monica und das daneben liegende Venice und die Beaches näher erkundet...zwei ganz unterschiedliche Städtchen...das eine sogar recht europäisch und "normal"...das andere eher mit herunter gekommenem Alt-Hippie-Glanz und teilweise sehr schrägen Vögeln...neugierig? ;)) Hier ein paar Bilder...wobei auch der Santa Monica Beach irgendwie seine 70er/80er-Stil beibehalten hat...
...also zunächst Santa Monica Bilder...




...weder Pamela noch David waren übrigens zu sehen...dafür aber diese beiden Hübschen...;))

...das Sporteln wird auf der die beiden Strände verbindenden Promenade übrigens ganz gross geschrieben...

....wenn auch der ein odere andere dabei auf Teamwork mit unterschiedlichem Beitrag steht...;))

...ach ja, auf vielleicht übertragbare Geschäftsmodelle stößt man in Santa Monica übrigens auch...;-))
...wie etwa dem Beach Butler...

..oder die Sofort-Massage nach einer anstrengende Sportlerei...

...abschließend noch ein Blick auf eine von Santa Monicas Hauptstraßen bei Nacht - die einiges an Shops, Bars und Restaurants bieten...
...und jetzt: ein kleiner Bruch...ein Einblick in das nur ganz wenige Kilometer entfernte Venice Beach...Kilometer, die ich natürlich gelaufen bin...zumindest auf dem Hinweg;-))





...sehr schräg sind übrigens die Geschäfte, in denen sogenannte Ärzte gegen Gebühr Rezepte verschreiben, die einem den Genuss von wheeds und co. noch legaler machen...einfach aus den vorgegebenen Listen eine der Krankheiten wie Aids, Krebs und Co auswählen, ein paar Dollar einwerfen und schon ist mancher seinen Träumen ein paar Schritte näher...Kalifornien ist eben sehr pragmatisch veranlagt...

....nachdem auch "der Almighty" nie weit davon entfernt ist, wie man sieht...

...einige der ATM's am Venice Beach benutzt man übrigens besser nicht...;-))

...aber nicht erschrecken....es gibt auch relativ normale Ecken
und Besucher am Venice Beach;))

...Gottes Garten ist halt gross - besonders hier...;-)
...ach ja, noch zum super interaktiven Science Museum:
....hier mein Erdbeben tauglicher skyscraper...

...ein Blick in Töpfe, wo sich jeder sein Süppchen kochen konnte...

...oder im Videoraum etwas über den Kreislauf der Natur lernen konnte...hier ein eindrucksvolles Bild mit ein paar Maden...so ehrlich muss man halt sein, dass die Teirchen dabei immer wieder eine Rolle spielen...(..das Video lief so schnell ab, dass dieser Schnappschuss eher zufällig entstanden ist und wo er nun mal existiert, will ich ihn Euch nicht vorenthalten.;-))

...Kinder können Nachrichtensprecher für das Museum spielen...

....oder jung und alt entdecken in einer eigenen Abteilung alte und neue Ängste und deren Hintergründe und Abläufe im Körper....war teilweise auch sehr experimentell, aber überlebbar...;-))

...das war es...dann war sie nämlich auch schon wieder zu Ende, die Zeit am schönen kalifornischen Strand...was einen auch immer schnell zur weiteren Reiseplanung zwingt...und mein ipad leistet dabei wirklich gute Dienste...in diesem Fall auch Holly, die jetzt in San Francisco ist, weil sie die Tour genau anders herum macht, als ich...

....Kalifornien...war eine schöne Zeit...recht entspannt und sehr abwechslungsreich...
.....unter anderem werde ich Baupläne für Highways und Parkhäuser mitnehmen..die könnten wir in Europa gebrauchen...sie sind alle für XXL-Autos ausgerichtet und das macht das Fahren hier zum Vergnügen...bis auf Fahrem im City-Stau natürlich...den gibt es auch bei breiten Straßen.;-)
....ach ja, und meine anderen Geschäftsmodelle sind auch abgespeichert und gehen mit auf die weitere Reise. Ich muss ja auch an meine Zukunft denken. Glaubt Ihr, für Sonnenbrillen wie diese gibt es irgendwo außer in Venice einen Markt?

In diesem Sinne allerliebste Grüße,
Wiebke;)
Position:Ponsonby Rd,Ponsonby,Neuseeland