Sonntag, 27. Februar 2011

Versprochen ist versprochen...

Hi,

schnell noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Comedy-Abend in Auckland. Generell muss man sagen, dass Humor in Auckland recht günstig und kurzfristig zu haben zu sein scheint. ;-))

Bei der Online-Buchung am Morgen war ich nach Reservierung auf der normalen Homepage gelandet. Ohne Info, ob der Vorgang geklappt hat. Irgendwann am Nachmittag gab es per Email dann aber grünes Licht. Ich hatte mir also noch ein Ticket gesichert. Für umgerechnet nicht einmal 6 Euro...nein, da fehlt keine weitere Zahl...;-))

...schon die Location für den "Fat Wednesday" war urig und hatte Atmosphäre, denn in dem Haus an der Queensstreet und auf dieser Bühne ist Comedy schon längere Zeit zuhause...




...dies ist der Vorraum, wo noch einigermaßen Licht war...








...die kleine Bar im Saal...Ihr sehr, es wird schon dunkler...;-))




...und nun, die kleine Bühne mit den roten Knautschkissen und die sind sicher nicht nur originell, sondern sicher auch zweckmäßig...;-))




Zur Show: Inklusive des genialen Moderators aus England, der übrigens ins Fernsehen gehört, sind nacheinander vielleicht so 8-9 Künstler aufgetreten. Jeder immer nur kurz, aber in Summe waren es knapp 2 Stunden super nette Unterhaltung.

Und wie steht's nun mit dem neuseeländischer Humor?
Er scheint recht schwarz und gerne auch mal SEHR derb zu sein. Bestimmt 90 Prozent der Jokes waren unter der Gürtellinie. Damit mir niemand den Blog abdreht, gebe ich davon mal nichts zum Besten. ;-))

Ansonsten wurden nur noch Facebook und Macken von Neuseeländern auf die Schippe genommen. Zum Beispiel sollen Kiwis alle nicht Auto fahren können. Die Behauptung hat jedenfalls der Brite aufgestellt. Die neuseeländische Führerscheinprüfung habe ihm die Augen geöffnet. Der ganze Zauber besteht aus überschaubaren 10 (!) Multiple Choice - Fragen. Mit dem zusätzlichen Charme, dass 3 von 4 Antworten immer so "dumm" seien, dass man eigentlich gar nicht durchfallen könne.

Ob das jetzt wirklich so stimmt? Egal. Für meine Pläne, mir vielleicht noch ein Auto für ein paar Tage oben in Nelson zu mieten, ist es vielleicht ganz gut zu wissen, mit wem man es auf den Strassen hier zu tun hat.;-))
Man rechnet also besser nicht nur neuseeländischem Linksverkehr, sondern rechnet einfach mit allem...

Ach ja, beim Warten auf den Bus nach der Veranstaltung hat mich an der Haltestelle dieses Plakat dann angelacht. Vielleicht kein Beispiel für neuseeländischen Humor, aber dennoch gefiel es mir...

...nein, es ging nicht nur um diesen Ausschnitt...:-))




...sondern wie immer um's Ganze...;-))




...also das nenne ich "just in time". ;-))


Wie der weitere Abend nach dem guten Start verlief?
Nun, etwas unerwartet...:-))

Zurück in Ponsonby (wo ja auch das Hostel war) bin dann noch in eine kleine Bar gegangen. Es war ja noch nicht ewig spät. Ich hatte nachmittags im Vorbeigehen ein Schild gesehen, dass sie in dieser Bar an diesem Abend auch Comedy anbieten würden.

Und siehe da, die Veranstaltung dort war noch in vollem Gange. Nur halt in einem noch viel kleineren Rahmen. Und was ich auch schnell realisierte: Comedy (in Auckland) ist vielleicht manchmal mehr Knochenjob als man vermutet.

Drei von den Akteuren von der vorherigen Geschichte waren ebenfalls mittlerweile in dieser Bar angekommen und spulten jetzt ihre Gags noch einmal ab. Viel weniger motiviert. Ein interessantes Déjà-vu...

Als einer aus der Dreier-Runde dann auf einmal latent aggressiv immer länger auf einem unangenehmen Gast rumhackte, wurde es ziemlich ungut und eng in dem seeehr kleinen Lokal. Sehr nüchtern wirkte er auch nicht mehr.

Insofern hab den Comedy-Abend an dieser Stelle mal enden lassen und beschlossen, nur den ersten, sehr lustigen Teil auf meiner "Festplatte" zu lassen. Man soll ja schließlich auch immer gehen, wenn es am Besten ist, oder? ;-))

Und auf mich wartete ohnehin am nächsten Morgen ein frühes Weckerklingeln wegen des Fliegers nach Queenstown.

Liebste Grüße,

Wiebke;-))



Samstag, 26. Februar 2011

...unter Adrenalin-Rausch-Menschen

Hi there,

mit einem recht holprigen Flug von Auckland nach Queenstown habe ich es also in DIE STADT der den Superkick-Suchenden geschafft. Hier kann man sich wahrscheinlich jeden Nervenkitzel kaufen, den die Funsport-Branche so bietet.

Als das Flugzeug die dichte Wolkendecke verlässt und sich Queenstown nähert, stolpere ich über meinen Anfängerfehler. Wieso hab ich nicht nach einem Platz am Fenster gefragt? Hätten sie mir beim Check-in die obligatorische Frage gestellt, wäre das wahrscheinlich der rettende Wink mit dem Zaunpfahl gewesen. Nur leider haben sie das nicht getan und ich hatte nach der etwas anstrengenden Anreise zum Flughafen wahrscheinlich am Schalter stehend schon auf meinen Autopiloten umgestellt...und dem scheinen einmalige Landschaften egal zu sein. Zu schade.

So konnte ich immer nur dann und wann einen kleinen Blick auf die alpine Szenerie unter mir erhaschen. Und der Blick wurde sogar noch eingeschränkt, weil ich nicht nur zuerst an meinem direkten Sitznachbarn vorbeischauen musste, sondern auch noch an seiner Freundin, die nämlich direkt am Fenster saß und - was einfach zu irritierend für mich war - sich sehr konzentriert den neuesten Kollektionen von Prada und Co in ihrem Frauenmagazin widmete. Während unten die Herr-der-Ringe-Landschaft an ihr mal eben so vorbei zog...

Gegen die pure Verschwendung von Fenster-Sitzplätzen sollten die Airlines hier sich etwas einfallen lassen. Und ich werde meine zweite Chance beim Flug von Queenstown nach Nelson einfach besser nutzen. Diese Lernkurve ist keine so schlechte. ;-))

Ein weiteres Learning ist, dass ich unbedingt Gepäck abwerfen muss. Ich hab noch nicht wirklich rausgefunden, woran es liegt, aber irgendwie wächst der Berg an Dingen, die ich immer so von A nach B transportiere, exponentiell an. Vielleicht gibt mir die Kreditkartenabrechnung irgendwann darüber einmal Aufschluss. ;-))

Wohl aber auch nicht über alles, denn wenn man zum Beispiel im Bücherschrank des letzten Hostels in den USA über mehrere Ausgaben vom lonely planet für Neuseeland stolpert, die von anderen Reisenden absichtlich zurückgelassen wurden, dann kann man einfach nicht nein sagen. Und so begleitet mich dieser Wälzer halt jetzt einige Zeit, bevor ich ihn nach demselben Prinzip wieder in das System einbringe. ;-))

Vom Boden aus betrachtet ist Queenstown übrigens auch sehr brauchbar. Die Stadt liegt direkt am wunderschönen See Wakatipu, eingebettet in einer tollen Bergkulisse. Die meisten kommen aber nicht für einen slow-down her - im Gegenteil. Die halbe Stadt besteht aus jungen Touris, die wahrscheinlich sponsored by Mommy and Daddy hier die Combo-Deals mitmachen und nachmittags mit geweiteten Pupillen nach ihren Kicks aufgekratzt durch die Gegend laufen. Tja, und Rest der Stadt besteht natürlich aus den Einwohnern, die ihnen diese Geschichten auch verkaufen. Da haben sich zwei Seiten gesucht und gefunden. ;-))

Und auch bei dieser ganzen Adrenalin-Maschinerie kann man sich hier sehr wohl fühlen. Neben Bungee-Jump, Swing, Super-Rafting und Co gibt es ja auch die Möglichkeit, schlicht und einfach die Gegend zu erkunden oder - ganz spießig und einfallslos - auf einen Berg zu klettern. ;-))

Letzteres hab ich gestern gemacht. Schließlich braucht Frau von heute erst einmal einen Überblick. Erst recht, nachdem es vom Flieger aus nicht ganz geklappt hat...;-))

Passenderweise heisst "mein" Berg übrigens Queenstown Hill...

...ich lasse mal die Bilder sprechen,
ob sich die Anstrengung gelohnt hat.;-))

...steile Straßen galt es zunächst zu meistern,
um überhaupt zum Trail zu kommen..




...schon auf halber Höhe ein erster toller Blick..








...schön, oder? Wem es gefällt und wer noch
eine kleine Sommer-Residenz braucht:
es gibt noch ein paar Villen for sale...;-))




....und das ist schon kurz vor dem Gipfel...
...hier sieht man die Stadt schon fast nicht mehr...




...das letzte kleine Stück, das es zu Erklimmen galt..




...und sobald man dann das Infoschild
für den merkwürdigen spirituellen Basket
hinter sich gelassen hat, ist man am Ziel...




..und dort wird einem das Panorama wirklich im überdimensionanlen
Obstkorb serviert...das ist mal was Neues...
...und ja, es war jeden Schritt wert...:-))





...auch wenn es teilweise anstrengend war
wie Alex T-Shirt zeigt..






Mit Alex und seiner Tante Turi bin da nämlich hochmarschiert. Die beiden teilen sich mit mir und anderen ein Zimmer und es hatte sich morgens spontan ergeben, dass wir die Wanderung gemeinsam machen. Und da er der Junior in ihrem Team ist, musste er den Rucksack für sich und seine Tante tragen.

Turi hat in Schweden eine Farm mit vielen Kühen und hat immer nur sehr selten die Möglichkeit auf Reisen zu gehen. Umso mehr genießt sie das Reisen dann, was ihr anzumerken ist. Und Alex hat gerade als letzter Jahrgang seine Bundeswehrzeit hinter sich und will sich vor dem Studium noch ein wenig Neuseeland ansehen. Neben den Herausforderungen, eine Farm in Schweden zu meistern, gab es auch ein paar Geschichten vom Bundeswehrdienst und der grossen Parade für Viktorias Hochzeit aus erster Hand...;-))

Als Youngster hat Alex nachmittags dann pflichtschuldig natürlich die obligatorische Combo mitgemacht. Bungee und Swing standen auf dem Programm. Zum Schmunzeln wie seine Vorfreude und Nervosität vorher immer weiter anstieg. Abends zeigte er mir dann stolz auch seine mit Edding bemalten Hände. Für ein einfaches Handling kriegt halt jeder Rausch-Suchender eine Teilnehmernummer auf einen Handrücken geschrieben und auf den anderen kommt das Körpergewicht. Eine einfache und günstige Lösung, aber sicherlich nicht jedermann's Sache...jedenfalls weiss man am Abend genau, was der ein oder andere so auf die Waage bringt. Das schärft ja vielleicht auch den Blick für so etwas..;-))

Mögt Ihr ein paar Bilder von Queenstown sehen?

...der kleine Hafen...











....DIE Burger-Schmiede in town..





...die SUCHENDEN...




....DIE Antworten...




...die Prise Kanada...




...die am meisten ausgeliehene DVD-Reihe hier..




...ein wenig Zubehör zum Thema...




...wobei ich bei den Hobbit-Füßen ernsthaft überlegt habe,
ob die hier nicht wirklich Sinn machen...




...vielleicht klettert man damit noch etwas
leichtfüssiger durch die Gegend...angesichts des Gepäckproblems
habe ich es aber gelassen...schade...;-))


...mein Hostel mit Seeblick mit dem lustigen Namen "Bumbles"..




...und großen Fenstern im Gemeinschaftsraum...









...allerdings teilt man sich den schönen Ausblick
mit Leuten im 6-Bett-Zimmer....aber das schränkt in diesem Fall
den Blick nicht so ein ein kleines Flugzeugfenster...;-)

Sonnige Grüße und ein wenig frischen Queenstown-Wind,
Wiebke

Position:Beach St,Queenstown,Neuseeland

Mittwoch, 23. Februar 2011

...das ist also Auckland;-)


Kia ora,

und weil es so schön ist, gibt es gleich noch einen zweiten Blog-Eintrag.;))

Ich bin in Auckland sehr gut angekommen, kämpfe allerdings noch mit einem ziemlich verwirrten Bio-Rhytmus und der Tatsache, dass mir ein ganzer Kalendertag beim Sprung über die Datumsgrenze einfach fehlt...;-))

Macht aber nichts, denn schon nach den ersten 1,5 Tagen hier in Auckland bekommt man das Gefühl, dass man schon einen sehr guten Eindruck von der Stadt gewonnen hat. Insofern ist alles halb so wild...;-))

Heute, nach der 2. Übernachtung, hätte es mich schon rausgezogen zur Insel Waiheke für einen kurzen Tagesausflug. Da es allerdings immer wieder regnet, habe ich es mir im nettesten Café im Bezirk Ponsonby gemütlich gemacht und so kommt es auch zu diesen Zeilen wie diesen hier, zu meiner weiteren Reiseplanung und so weiter..

...Waiheke muss also warten...vielleicht ergibt sich auf der Rückreise nach Auckland die Zeit und eine bessere Gelegenheit, die Insel und einen kurze Fahrt mit der Fähre in Aucklands Gewässern bei Sonnenschein zu erleben...mal sehen...im Moment überlege ich gerade, ob ich nicht generell am Ende meiner NZ-Zeit meine Aufenthalte noch etwas verkürzen sollte, um doch noch ein wenig Schwefel-Schnuppern im angeblich sehr sehenswerten Rotorua einzubauen...

...für neuseeländische Verhältnisse bin ich wahrscheinlich gar kein Backpacker, weil ich zu kurz hier sein werde....von daher hab ich schon bei der vorherigen Planung den Schwerpunkt meines NZ-Besuchs auf nur wenige Ziele gesetzt, damit ich nicht zu viel und das dann auch nur im Zeitraffer oder mit viel Fahrerei erlebe...

Raum für ein wenig Spontanität ist ebenfalls etwas da. Nur zwei Inlandsflüge und eine Fährüberfahrt von der Südinsel auf die Nordinsel sowie Übernachtungen in Queenstown sind außer diesem ersten Stop in Auckland schon wirklich fix gebucht...der Rest wird sich schon finden...;-))

...also Auckland...wie es mir hier so gefällt? Es ist ganz okay, denke ich. Wirklich faszinierend wie Buenos Aires oder wie San Francisco finde ich es bislang nicht. Irgendwie scheint ein wirkliches Zentrum zu fehlen. Es gibt zwar ein paar hübsche Stadtteile (oder besser gesagt Straßenzüge) wie etwa Ponsonby oder Parnell mit hübschen Cafés, Restaurants und teilweise auch ganz originellen Geschäften, aber alles ist irgendwie etwas ausgestorben und verschlafen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass das Angebot von einigen Dingen einfach unverhältnismäßig ist. Auf 5 Einwohner kommt wahrscheinlich ein Café und diese Quote hält sich auch abends (am Wochenanfang) ziemlich und nicht nur zu Zeiten, wo der normale Mensch arbeitet... ;-))

Generell ist die Stadt noch ziemlich auf Sommer eingestellt. Trotz grauem Himmel und Nieselregen hat jedes Café die Türen und Fenster nach außen geöffnet, was sehr nett ist. Ein paar Grad wärmer könnte es sein. Mmh, dann wäre vielleicht auch die Quote an Menschen, die am öffentlichen Leben teilnehmen, höher. Genug dieser Überlegungen...;-))

Denn alles in allem kann ich mich hier auch nicht beklagen - nur FlipFlops sind heute vielleicht doch zu optimistisch gewesen. ;-))

Ankommen in Auckland ist übrigens ganz easy und das Vorankommen in der Stadt auch. Jeder Bustyp hat eine spezifische Farbe. Grün ist die Farbe für den öffentlichen sogenannten Link - Bus, der im Zickzack die wichtigsten Stadtteile anfährt. Insofern stand meine gestrige Stadterkundung ganz im grünen Licht. Ein laar Pics...mein Café schließt gleich...um nicht mal 18 Uhr...out of the blue...was soll ich sagen...erinnert mich an gestern Nacht, wo ich mir Livemusik angehört habe in einer sehr netten Bar auch hier in Ponsonby...und die wenigen Gäste -wie sich im Verlauf dann zeigte - nur aus Musikern bestanden, die nacheinander aufgetreten sind und um 23 Uhr dann auf einmal davon genug hatten und der Laden 5 Minuten später zugemacht wurde...;-))

...ja, ja....also schnell ein paar Bilder ohne viele comments...mit alternativem free wifi sieht es im Umkreis nämlich leider schlecht aus. Also muss ich die Gelegenheit nutzen...

...mein ganz brauchbares Hostel in Ponsonby
(...übrigens mit Einzelzimmer - das musste einfach sein...;-))





...der obligatorische Skytower-Besuch..














...Shops in Ponsonby..







...eine nette Passage in der K-Road..




...rund um den Hafen...










...ein angeblich gaaaanz altes Boot...




...ja, könnte stimmen...





...das Waterfront Cafe mit unverhofftem "Hintereingang" zum Voyager-Museum...ja, ich gestehe...aber es war wirklich so einfach...und ich war auch nur ganz kurz drin...;-))














....ein Blick in die Bäckereien...





...ein Gefühl für die Tonalität von Banken und Versicherungen...







...ein Blick in die Zeitung...CBD, also das Zentrum von Auckland, ist am WE in einigen Clubs und Bars in letzter Zeit lt Artikel nicht ganz ungefährlich bei Nacht...ist aber auch nichts, was nicht auch in anderen Städten passiert...




...kleine Kiwis werden früh an Sport und Wettkämpfe herangeführt...




...und zum Schluss ein Einblick in den scheinbar sehr netten neuseeländischen Humor...den möchte ich mir heute abend übrigens noch näher ansehen. Hab mir eine hoffentliche gute Comedy-Veranstaltung rausgesucht...mal schauen, ob das mit dem Ticket klappt...ich werde berichten...;-))








...so, jetzt werfen die mich hier wirklich raus...bis bald;-))
Wiebke


—-- Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

Goodbye California Clan

Hi all,

nach etwas Funkstille und dem traurigen Ereignis in Christchurch erst einmal Entwarnung. Es geht mir sehr gut. Ich bin mittlerweile im Land der Kiwis angekommen und verbringe heute bereits den 3. Tag in Auckland. Vom Erdbeben selbst hab ich somit auch nur aus den Nachrichten und aus einigen Gesprächen im Hostel etwas mitbekommen.

Generell ist man hier sehr beunruhigt, da man das Erdbeben aufgrund seiner Stärke und dem eher langem zeitlichen Abstand zu dem September-Erdbeben eher nicht als Nachbeben einordnet. Erste Vermutungen gehen dahin, dass das Beben vom September die Spannungen in der Region weiträumig verändert haben, was weitere katastrophale Beben verursachen könnte.

Einen wirklichen Aufenthalt in Christchurch hab ohnehin nicht geplant gehabt. Allerdings gibt es ein Flugticket von Queenstown über Christchurch nach Nelson in einigen Tagen. Mal sehen, wie sich alles weiter entwickelt...

Etwas bizar daran ist auch, dass ich am letzten Tag in LA noch im Science Museum ganz viel über Erdbeben gelernt und noch am Computer einen Erdbeben-sicheren Wolkenkratzer gebaut habe. Und auf einmal geschieht eines in relativ unmittelbarer Nähe. Also, hoffen wir mal das Beste und dass die Auseinandersetzung mit dieser Art von Naturgewalt für mich auf meiner Reise auf dem diesem Level bleibt und nicht weiter vertieft wird.

Apropos LA - Ihr seid sicher neugierig, wie ich das Sloppy Joe - Dinner überlebt und was sonst noch ein paar Highlights der Tage dort waren. Da ich noch blogge, dürfte es wohl auf der Hand liegen, dass das Dinner keinen nachhaltigen Konsequenzen hatte.;-)) Etwas anderes sehr Nachhaltiges hab ich allerdings mitgenommen aus LA. Wunderschöne Erinnerungen an einen sonnigen Nachmittag im und vor allen Dingen außerhalb des Getty Centers. Klingt seltsam?

Im Getty Center befindet sich das Museum vom Öl-Industriellen John Paul Getty, der vor langer Zeit erst Lösegeld für seinen entführten Enkel zahlte, als man ihm dessen Ohr zuschickte. Vielleicht kennt ihr die Geschichte...(Er soll übrigens nachher diese Summe vom Enkel mit Zinseszins zurückgefordert haben...)

Beim Getty Center jedenfalls wurde nicht gespart. 1997 ist der riesige Komplex auf den Santa Monica Mountains mit herrlichem Panorama-Blick auf LA und die Küste mit den Beaches fertiggestellt worden. Seine Architektur und Lage sind Atem raubend. Ohne Übertreibung. Auch für weniger an Architektur Interessierte wie mich.;-)) Schaut selbst...

Das Getty Center...

Bevor man das Gebäude übrigens zum ersten Mal wirklich sieht, wird erst ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut. Man parkt nämlich nicht etwa direkt davor, sondern fährt mit einer kleinen Bahn den grünen Hügel zum Center hinauf...




...und dann lässt man sich treiben auf dem schönen Gelände...




...entdeckt die herrlichen Terrassen und den Ausblick...




...und die abwechslungsreichen Innenhöfe...



....und irgendwann dann auch die (weniger spannende, spärliche) Ausstellung im Inneren... nur um dann auf einmal auf der vielleicht schönsten Terrasse im Westflügel zu landen - mit riesigem Panorama-Blick auf LA und auf die abgebildete Terrasse...




...und in der Ferne funkelt das Meer.....irre schön...

...und last but not least noch ein Blick in einen Teil des Getty Gartens - auch eher modern und vielleicht etwas schräg... ;-))



Ich war übrigens mit einer vom Hostel organisierten Tour zum Getty Center nach Brentwood gefahren und hab dabei 2 Mädels kennengelernt. Eine der beiden war gleichzeitig auch roommate von mir....Wir waren jedenfalls schnell einer Meinung, dass man den Schwerpunkt des Besuchs auf das Museumsgelände und auf das Café verlegt. Hat den Nachmittag noch einmal noch netter gemacht.;-))

An wirklichem für LA typischen Sightseeing habe ich neben dem Getty nur das Science Museum mir angesehen. Das LACMA hätte ich auch gerne besucht, aber das war leider geschlossen.

Ansonsten bietet LA selbst mE nicht viel. Ein nacktes Hollywood-Schild, die Sternchen am Boden oder beispielsweise die hinter Zäunen liegenden Villen in Beverly Hills oder die Universal Studios sind in Kombination mit ganz viel Stau und Fahrerei für mich eher nicht so reizvoll gewesen.

Von daher habe ich mit mehr Zeit Santa Monica und das daneben liegende Venice und die Beaches näher erkundet...zwei ganz unterschiedliche Städtchen...das eine sogar recht europäisch und "normal"...das andere eher mit herunter gekommenem Alt-Hippie-Glanz und teilweise sehr schrägen Vögeln...neugierig? ;)) Hier ein paar Bilder...wobei auch der Santa Monica Beach irgendwie seine 70er/80er-Stil beibehalten hat...

...also zunächst Santa Monica Bilder...















...weder Pamela noch David waren übrigens zu sehen...dafür aber diese beiden Hübschen...;))



...das Sporteln wird auf der die beiden Strände verbindenden Promenade übrigens ganz gross geschrieben...




....wenn auch der ein odere andere dabei auf Teamwork mit unterschiedlichem Beitrag steht...;))



...ach ja, auf vielleicht übertragbare Geschäftsmodelle stößt man in Santa Monica übrigens auch...;-))

...wie etwa dem Beach Butler...




..oder die Sofort-Massage nach einer anstrengende Sportlerei...




...abschließend noch ein Blick auf eine von Santa Monicas Hauptstraßen bei Nacht - die einiges an Shops, Bars und Restaurants bieten...




...und jetzt: ein kleiner Bruch...ein Einblick in das nur ganz wenige Kilometer entfernte Venice Beach...Kilometer, die ich natürlich gelaufen bin...zumindest auf dem Hinweg;-))




















...sehr schräg sind übrigens die Geschäfte, in denen sogenannte Ärzte gegen Gebühr Rezepte verschreiben, die einem den Genuss von wheeds und co. noch legaler machen...einfach aus den vorgegebenen Listen eine der Krankheiten wie Aids, Krebs und Co auswählen, ein paar Dollar einwerfen und schon ist mancher seinen Träumen ein paar Schritte näher...Kalifornien ist eben sehr pragmatisch veranlagt...




....nachdem auch "der Almighty" nie weit davon entfernt ist, wie man sieht...




...einige der ATM's am Venice Beach benutzt man übrigens besser nicht...;-))




...aber nicht erschrecken....es gibt auch relativ normale Ecken
und Besucher am Venice Beach;))





...Gottes Garten ist halt gross - besonders hier...;-)



...ach ja, noch zum super interaktiven Science Museum:

....hier mein Erdbeben tauglicher skyscraper...




...ein Blick in Töpfe, wo sich jeder sein Süppchen kochen konnte...




...oder im Videoraum etwas über den Kreislauf der Natur lernen konnte...hier ein eindrucksvolles Bild mit ein paar Maden...so ehrlich muss man halt sein, dass die Teirchen dabei immer wieder eine Rolle spielen...(..das Video lief so schnell ab, dass dieser Schnappschuss eher zufällig entstanden ist und wo er nun mal existiert, will ich ihn Euch nicht vorenthalten.;-))




...Kinder können Nachrichtensprecher für das Museum spielen...




....oder jung und alt entdecken in einer eigenen Abteilung alte und neue Ängste und deren Hintergründe und Abläufe im Körper....war teilweise auch sehr experimentell, aber überlebbar...;-))




...das war es...dann war sie nämlich auch schon wieder zu Ende, die Zeit am schönen kalifornischen Strand...was einen auch immer schnell zur weiteren Reiseplanung zwingt...und mein ipad leistet dabei wirklich gute Dienste...in diesem Fall auch Holly, die jetzt in San Francisco ist, weil sie die Tour genau anders herum macht, als ich...




....Kalifornien...war eine schöne Zeit...recht entspannt und sehr abwechslungsreich...

.....unter anderem werde ich Baupläne für Highways und Parkhäuser mitnehmen..die könnten wir in Europa gebrauchen...sie sind alle für XXL-Autos ausgerichtet und das macht das Fahren hier zum Vergnügen...bis auf Fahrem im City-Stau natürlich...den gibt es auch bei breiten Straßen.;-)

....ach ja, und meine anderen Geschäftsmodelle sind auch abgespeichert und gehen mit auf die weitere Reise. Ich muss ja auch an meine Zukunft denken. Glaubt Ihr, für Sonnenbrillen wie diese gibt es irgendwo außer in Venice einen Markt?




In diesem Sinne allerliebste Grüße,
Wiebke;)

Position:Ponsonby Rd,Ponsonby,Neuseeland