Freitag, 18. Februar 2011

Big, big, big...;))

Dafür bin ich unterem anderem hergkommen....für den "Big Sur", den großen Süden also, würde man es direkt übersetzen.

Um Wikipedia für etwas mehr Hintergrundwissen zu bemühen:

Der Big Sur ist ein Küstenstreifen im US-Bundesstaat Kalifornien zwischen San Simeon im Süden und Carmel im Norden. Es umfasst etwa 100 km Küstenlinie und die dahinter steil aufragenden Berge der Santa Lucia Range.

Der Name Big Sur ist zusammengesetzt aus dem englischen Wort big („groß“) und dem spanischen Wort sur („Süden“), bedeutet also „Großer Süden“ und stammt aus der Zeit, als die Region noch die spanische Kolonie Alta California war.

Die schroffe Felsküste, die hohen Berge – der Cone Peak ist mit 1571 m der höchste Gipfel in der Kette der Küstengebirge in ganz Kalifornien – und die geringe Siedlungsdichte vermitteln den Eindruck unberührter Natur, der Touristen anzieht und viele Prominente, insbesondere Schauspieler motivierte, sich im Gebiet niederzulassen.

Neben der faszinierenden Landschaft bietet Big Sur auch eine abwechslungsreiche Fauna wie etwa die kalifornischen Seelöwen, Seeotter oder die Grauwale....Das Gebiet wurde vielfach als Drehort für Kino- und Fernsehfilme genutzt. Basic Instinct gehört zum Beispiel dazu...





Das rote Stückchen auf der Karte ist der Big Sur. Und die Beschreibung oben trifft zu. Die Strecke ist ein kleiner Traum. Mit Fotos kann man das wieder kaum einfangen. Zumal ich in der ersten Stunde so viele Fotostopps eingelegen wollte, dass Magnus dachte, wie würden LA am gleichen Tag nicht mehr erreichen.;-))

Denn insgesamt hatten wir an dem Tag über 600 km zu fahren. Auf einer so kurvigen Küstenstrecke, auf der man eigentlich eigentlich nur "Autowandern" kann.

Und nicht nur der Big Sur genannte Teil verschlägt einem die Sprache. Auch die restliche Strecke ist Atem raubend...wobei man leider an einigen der schönsten Stellen leider nicht halten kann...dennoch hier ein paar Bilder für einen kleinen Eindruck..


















...wir haben sogar elephant seals gesehen, die scheinbar mittlerweile sehr selten sind und hier aber gleich in einer ganzen Horde zu unseren Füßen lagen...






...das ist übrigens Magnus
(einer meiner Hostel-Mitbewohner aus Monterey, den nach der Ankunft in LA gleich noch einmal eine Menge Autostunden mit der nächsten Mitfahrgelegenheit erwarteten, damit er rechtzeitig zum 60. Geburtstag seines Dads ankommt.
(@Magnus: I hope you made it!!;))





... VIP-Rummel gewöhnte Squirrels gab es bei so viel Fotoshooting am Elephant Seal Strand natürlich auch...




...und weiter geht's...Nachmittagssonne auf dem Highway 1...













...vorbei an San Simon, Santa Barbara und Malibu...bis wir schließlich mein Hostel in Santa Monica erreichen...





...eine wunderbare Strecke und ein paar sehr witzige Stunden...

Super hungrig und mit vielen wunderschönen Bildern im Kopf feiern wir das nicht gerade standesgemäß mit dem "Sloppy Joe's Essen" meines Hostels in Santa Monica, in das wir so reinrutschen und danach trennen sich unsere Wege wieder.

Ihr wollt lieber nicht wissen, was beim immer (!) Mittwochs stattfindenden Sloppy Joe's Essen des Hostels so aufgetischt wird. Ich lass das mal so im Raum stehen. Gesund war es jedenfalls nicht wirklich. ;-)) Ich hab heute wieder für Ausgleich gesorgt.;))

Liebe Grüße,
Wiebke



Position:2nd St,Santa Monica,Vereinigte Staaten

...alte Kamellen

Hi there,

fast unglaublich aber wahr: ich habe das letzte Ziel meiner USA-Reise erreicht und meine Zelte in einem Hostel in Santa Monica aufgeschlagen.

Und da gestern abend bei meiner Ankunft hier das Wifi mal wieder down war, gibt es jetzt ein paar schnelle und dafür kürzere Nachträge. Ich hänge ja schon wieder etwas hinterher.;))

Ich hatte Euch ja noch ein paar pics und Beschreibungen von Charlenes und meinem kleinen Ausflug und last but not least vom Hostel in Monterey angekündigt. Starten wir also damit...;))

Der 17-Mile Drive ist eine Straße nahe Monterey, die zwischen Pebble Beach und dem Del Monte Forest (einem Zypressen-Wald) verläuft. Sie führt an berühmten Golfplätzen und Villen vorbei und ist gelichzeitig die Hauptstraße durch die Gated Community von Pebble Beach. Man fährt ein ganzes Stück an der Küste entlang und kommt an Highlights wie einer nicht fotomüden "lonely cypress" vorbei, die auf kargem Fels dem Wind seit langen Jahren trotzt und natürlich auch dem Pebble Beach Golfclub.
Mir hat der Drive sehr gut gefallen, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich aber noch nicht die weitere Strecke auf den Highway 1 in Richtung LA gesehen und die ist viiiiel imposanter. Man wird halt verwöhnt...

...dennoch zumindest ein Foto von der Küste von der lonely cypress. Mit dem iphone bei schlechtem Lichtverhältnissen fotografiert, kann man das kleine Bäumchen richtig in Szene setzen. Ganz so schlimm wie es hier aussieht war das Wetter übrigens nicht.




...ein Blick auf das Pebble Beach Clubhaus, schon kurze Zeit nach dem großen Happening und unter Woche war es fast wie ausgestorben...



...ein Blick auf das 18 (?) Loch vom riesigen Panoramafenster des Aufenthaltsraumes aus...man sieht noch die Überreste vom Turnier..im Kaminoffen flackerte das Feuer, aber dennoch ist es meines Erachtens nur eine Location, die man sich mal ansehen kann, weil sie dem Weg des Scenic Drives Platz und nicht, weil man sie gesehen haben muss.




...Charlene und ich haben uns den Spaß gegönnt und gefragt, was eine Runde so kostet. Mit 195 Dollar wären wir mit von der Partie gewesen. Pro Kopf versteht sich. Übrigens verstehen sich die Jungs auf ein ganz brauchbares Cross- und Upselling. Da aber schon das Kerngeschäft nicht zustande kam, haben sie uns zumindest eine Karte vom Golfclub mitgegeben. Glaube, die wird mich auf der weiteren Reise nichtbweiter begleiten.;-))

Ein paar Kilometer weiter findet man sich dann auch schon im nächsten Städtchen wieder: Carmel. Hier ist auch viel Geld zuhause und hier sind scheinbar viele Träume wahr geworden. Vielleicht noch zu Zeiten, wo Clint Eastwood hier Bürgermeister war.




Wir sind einfach mal durch den Ortskern hinunter zu einem weiteren bezauberndem Beach gelaufen und haben dann im kleinen Swiss-Café einen (recht gesunden;)) Lunch-Stop eingelegt. Was so schweizerisch an dem Café war, wußte die Bedienung übrigens nicht. Irgendwie symbolisch für diese Stadt...

...nur die Geschäftsstrasse bietet auch mal bekanntere Häuserformen und Dächer...









...letlich lassen einen einige gealterte, ehemalige Highschool-Diven mit aufgeschäumten Haaren und die generelle Ruhe der schmucken Kleinstadt erahnen, dass in dieser Stadt nicht viel passiert und man sich lieber wieder nach einem netten Spaziergang ins Auto setzt und weiter fährt...mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen über scheinbar zutreffende Klischees und Serien wie Gilmore Girls und deren spitzfindige Karrikaturen...

...und beim Rausfahren nach einigen Suchen haben wir dann auch noch etwas wirklich Altes gefunden. Eine alte spanische Mission aus dem Jahre 1770.



Ganz hübsch von der Landschaft her ist auch das Carmel Valley, wo auch viel Wein angebaut wird. Der kleinen Abstecher in diesen Teil des Hinterlandes lohnt sich. Mit mehr Zeit und wenn man nicht fahren muß, sind die Vine-Tastings dort sicher eine ganz tolle Geschichte.

Und um das Bild über meine Zeit in Monterey abzurunden, ein kleiner Einblick in das Hostel-Leben dort.

...zunächst einmal die Seele des Hostels: David


...der ganz brauchbare Ess- und Aufentshaltsraum





...ein Blick in den Bücherschrank des Raumes...dank des guten Wiener Stadtmarketings ist Wien nie wirklich weit entfernt von mir. ;))



...eine Küche, die alles bietet, nur keinen Herd mit Herdplatten. Gekocht wird in Kochtöpfen, in die man ein Kabel steckt und am Kochtopf Temperatur regelt (und wo man nicht genau weiss, wie man diese Dinger nachher wieder abspühlt, ohne das Wasser in die Schaltung läuft;)





...wer wollte, konnte sich morgens auch Pancakes mit Fertigmehl aus der amerikanischen Riesentüte (Zaubermehl und Wasser - fertig ist der Teig;)) oder natürlich auch sein eigenes Frühstück machen...




...originelle Ideen und alles mögliche an praktischem Zubehör findet man im ganzen Hostel...wie etwa das Karma Cupboard, aus dem ich mich aber nicht bedient und lieber meinem Food vertraut habe.;))




...es gibt auch was für die Schnorchler unter uns...




...jedenfalls ist es eine coole Sache, wenn man nicht nur Restaurants essen muss und auch mal die Gelegenheit hat, sich selbst was zu kochen und dafür alles da ist...das hab ich in Monterey das erste Mal auf meiner Reise genutzt...super fein...;)

Okay, das war es auch schon...
Coming up soon: der Weg nach Santa Monica / LA...

Cheers,
Wiebke;))







—-- Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

Mittwoch, 16. Februar 2011

Lost in Translation or in Monterey...

Hi all,

Bill Murray war hier in Pebble Beach und ich habe ihn haarscharf verpasst. Während er beim Pebble Beach National ProAm (das hiesige Profi/Promi-Turnier) das Publikum scheinbar mit viel Klamauk und Eiscreme unterhalten hat, habe ich unwissend und ganz und in aller Ruhe mit Charlenes Fahrrad die beiden hübschen Küstenstädtchen Monterey und Pacific Grove erkundet.

Den einen Katzensprung weiter nach Pebble Beach und dem bekannten 17-Mile-Drive habe ich erst heute gemeinsam mit Charlene gemacht. Vom Turnier hat man noch einige Aufbauten gesehen - vom Dream-Team "Points und Murray" leider nichts mehr. Ob Points übrigens trotz oder wegen Murray gewonnen hat, weiß man hier übrigens nicht so genau.;))

Während diese beiden Herren also zueinander fanden..




...hab ich mit diesem Rennrad zunächst erst der wirklich "steifen Brise" der Küstenstraße der beiden Städte getrotzt..;))





...und hübsche Ecken entdeckt...
















...und putzige Seehunde...





...und nach soviel körperlicher Anstrengung und mit dem kleinen Nachholbedarf, den ich noch aus San Francisco mitgebracht hatte, hab ich mir dann endlich meine allererste Clam Chowder Suppe organisiert. So, finally I made it.;))

Denn auch das gute Monterey lässt sich nicht lumpen und bietet einen Fisherman's Wharf mit immerhin mindestens knapp 15 nebeneinander liegenden Lokalen, die alle




...Clam Chowder in großen und kleinen Broten anbieten...





Mittlerweile wurde ich übrigens aufgeklärt, dass sich nur selten Krebs und Krabben darin verirren. Nur Venusmuscheln sollen darin angeblich ihr letztes Zuhause finden. So kann man sich irren.;))

Die Suppe schmeckt übrigens ganz lecker und würzig. Nur die dickflüssige Konsistenz und die undefinierbaren unterschiedlich festen Stückchen sind vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die große Portion dürfte übrigens eine große 4-köpfige Familie über den ganzen Tag bringen, so reichhaltig und schwer liegt das Zeug im Magen...aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder?;))

Schnell noch ein paar weitere Pics von Monterey:

...Neben dem Hafen und dem neueren Stadtgebiet findet man im historischen Altstadt-Teil teilweise sehr hübsche, gut erhaltende alte Häuser..









...und kitschige Terrassen mit gelangweilten Möpsen...




...ganz brauchbare Cafés und jede Menge Touri-Angebote wie z.B. Whale-Watching. Wobei diese Boote lustigerweise auch rausfahren, wenn saisonal bedingt die Wahscheinlichkeit, auch nur eine Flosse zu sehen, bei unter 1 Prozent liegt...in Zeiten der Krise ist eben alles erlaubt;))





Andere Meeresbewohner kann man sich aber sehr leicht anschauen.
Nicht nur direkt in der Bay, sondern auch im wirklich ganz feinen, wohl auch sehr bekannten Aquarium von Monterey..

...dort kann man alle möglichen Arten von Quallen bestaunen...





...oder riesige Fetzenfische, Seenadeln und Seepferdchen. Diesen niedlichen Tierchen ist sogar eine eigene Abteilung gewidmet.
...beim Tauchen und auch sonst habe ich vorher noch nie so große Exemplare von Fetzenfischen mit ca. 30 cm Länge gesehen...ich war ganz hin und weg...;))








...ein tolles Erlebnis ist auch der Sardinenrun in der 360 Grad Kuppel...




...und das Berühren von Bat Rays...von ihrem giftigen Stachel haben sich diese Genossen bei Einzug ins Aquarium übrigens trennen müssen...




...Seegurken und Seesternen fühlen sich übrigens auch ganz anders als erwartet.

...und dass sich Seesterne Arme (oder sagt man Beine?;)) nachwachsen lassen können, habe ich vorher nicht gewußt. Der Kerl in Braun steckt nämlich gerade in einem solchen Prozess. Welch praktische Dinge die Natur sich da mal hat einfallen lassen...;))




...mmh, das Limit eines Blogbeitrags bzw. die maximale Anzahl an Pics erreicht zu sein. Dann gibt es die Bilder vom Hostel in Monterey und von der heutigen Tour, dem 17-Mile-Drive mit Pebble Beach und vom neaten Carmel beim nächsten Mal...zumal es in sehr wenigen Stunden für mich über den Big Sur / Highway 1 ca. 600 km weiter in Richtung LA geht und ich vorher auch noch eine wenig Schöhnheitsschlaf brauche. ;))

CU - gähn,
Wiebke;))



Dienstag, 15. Februar 2011

...Point Reyes und Co - ein Nachruf;)

Hi again,

ich bin mittlerweile in der zauberhaften Küstenstadt Monterey knapp 190 km südlich von San Francisco angekommen. Monterey war Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Fischerei- und Walfanghafen. Leider haben sie schon zu Zeiten des 2. Weltkrieges ein paar Sardinen zu viel aus dem Wasser gefischt gehabt und so ist dieses schönes Fleckchen Erde mit einer herrlichen Küste heute mehr auf den Tourismus ausgerichtet.

Und dank einer netten Bekanntschaft im Monterey Hostel (eine frisch pensionierte Kanadierin, die alle Städte, in denen sie einmal gelebt hat, gerade wieder bereist), steckte meine Nase gerade auch schon in dem von ihr geschenkten Klassiker "Cannery Row" bzw. "Die Straße der Ölsardinen". In der Geschichte beschreibt Steinbeck das Leben der Männer und Frauen, die in den Konservenfabriken dieser Gegend arbeiteten. Die ersten Seiten lassen schon den Verdacht aufkommen, daß man Monterey besser heute besucht und das nicht nur, weil es weniger nach Fisch riecht als damals...;))

Doch mehr zu Monterey, Pacific Grove, Carmel und dem 17 Mile-Drive beim nächsten Mal. Nachdem es mir hier so gut gefällt, man viel in der Gegend machen kann und auch das Hostel sehr fein und gemütlich ist, werde ich mir hier jetzt doch etwas mehr Zeit nehmen, als ursprünglich geplant. Vor dem Besuch von L.A. war (nachdem es im Yosemite-Park derzeit doch noch etwas zu winterlich ist) eigentlich noch Abstecher zum Joshua Tree Park geplant. Doch dieser Park steht eh nicht ganz oben auf meiner möchte-ich-unbedingt-mal-sehen-Nationalpark-Wunschliste. So I "take it easy" und reisse die letzten Tage in den USA nicht alles im Zeitlupentempo ab...Dafür gibt es einfach die besseren Argumente.;))

Doch vielleicht erst noch mal einen Sprung zurück...ich hänge ja schon wieder etwas nach mit meinem Blog...und hab ja noch gar nichts zu dem kleinen Paradies geschrieben, dass ich vor Monterey entdeckt habe.

Von San Francisco aus hat es mich ja erst etwas nach Norden verschlagen. Und zwar zunächst in einen Wald auf Marin County, der Landzunge nördlich der Golden Gate Bridge. Ganze 15 überschaubare Kilometer muss man aus SF rausfahren und schon steht man in den Muir Woods gigantischen Redwood-Bäumen gegenüber, den höchsten Bäume der Welt, die eine Höhe von 110 Metern erreichen können.

Schon die Fahrt zu den Muir Woods eröffnet einem
herrliche Ausblicke auf die Küste...




...und Einblicke




...und dann ist man auf einmal schon da.
...und glaubt nicht, dass man kurz vorher noch in dieser riesigen Stadt war.




...das Wetter war da übrigens noch ganz sonnig...

Und nachdem ein längerer Hike leider, leider nicht möglich
war, habe ich mich mit der amerikanischen
Kurzstrecke von gefühlt weniger als einer Stunde "Bäume
schauen" begnügt und das war genau die richtige Dosis. ;-)




...neben bis zu 900 Jahre alten Bäumen fühlt
man sich übrigens trotz erster Verschleißerscheinungen
einfach jung und knackig;-)




...und hier die ersten noch stehenden Bäume - die wirkliche
Höhe und Anmut kann man mit Fotos kaum einfangen.




...besonders schön war auch Cathedral Grove mit
noch älter wirkenden, würdevollen Bäumen.
Leider war es dort zu dunkel, um es mit dem iphone gut einzufangen.




...ein wenig "schöne Welt" gab es im typischen Store
zum Mit-nach-Hause nehmen natürlich auch.;)





Von den Muir Woods ging es dann weiter nach
Point Reyes National Seashore.

Wikipedia sagt dazu:
"Die 300 km² umfassende weit ins Meer hinausreichenden
Point-Reyes-Halbinsel, gilt als einer der schönsten
Küstenabschnitte Kaliforniens. Sie bietet wilde Klippenlandschaften, Sandstrände, einsame Buchten, Dünen und Wälder."

Und es stimmt. Allein die Fahrt nach Point Reyes über
kurvige, teilweise auf hohen Klippen und dann wieder im Wald
verlaufenden Straßen ist spektakulär - auch wenn ich keine
Miwok-Indianer mehr angetroffen habe.;)

Nach etwas Sucherei (meine Navi-App und die örtlichen
Schilder waren sich nicht ganz einig) habe ich dann zuerst
das Hostel und dann den Zugang zu den Beaches gefunden.
Mittlerweile war es nämlich schon Nachmittag und auch
wenn die Fahrt wunderschön und von den Kilometern her
nicht weit ist, braucht man für die Strecke relativ lang, da
man nicht wirklich schnell fahren kann. Insofern gab es eine
kleine Planänderung und ich war froh, in der wirklichen Einsamkeit
von Point Reyes NS das letzte Bett im female dorm
im einzigen Hostel zu bekommen.

Nachdem ich mir die Übernachtung gesichert und
die Hostelleitung mir versichert hatte, ich könnte dort zum Abendessen
Pasta "mitessen", bin ich "sehr entspannt" erst einmal zum Limontour-Beach aufgebrochen.




...kaum hatte ich fast die letzte Düne erreicht,
erwartete mich ein kleine Überraschung...mit
einer lauten BBQ-Gruppe hatte ich nicht gerechnet.;))
es ist wirklich sehr abgelegen...




...Ihr seht, bis auf die Gruppe war der herrliche
Strand dann aber fast leer..




...zurück im Hostel erwartete mich die nächste Überraschung.
Die super große Gruppe von Bikern aus San Francisco,
die mir schon angekündigt worden war, war inzwischen auch zurück.
Und die angekündete (irgendwie für mich im Gespräch zuvor mit der
Frau vom Hostel "kaufbar" klingende) Pasta entpuppte sich als
Essen der Truppe, welches sie selber mitgebracht hatten. Und die
nächsten Restaurants waren doch ein bissi weiter und mir knurrte
inzwischen ziemlich Magen...sagte ich das schon?

Noch bevor ich über mein Foodproblem weiter nachdenken konnte,
kam die Frau vom Hostel wieder zu mir, zwinkerte mir zu und
sagte mir, dass sie mit den Leuten gesprochen hätte und wir beide
eingeladen worden wären and that "there will be plenty of tasty food".

Und so war es dann auch. Wer übrigens immer noch glaubt,
alle Amis essen nur Fast-Food, sollte nach Point Reyes fahren.;)
Neben schneller Pasta gab es super-leckeres Gemüse und
biker-taugliches, gebratenes Huhn, Salat und Co.
Wirklich yummieh...Als Dank wollten sie keine Spende für
die Vereinskasse und auch nach 10 Minuten beim Abtrocknen helfen,
wurde ich trotz Protesten abgelöst. Im einzigen "Aufenthaltszimmer"
gab es anschließend noch für alle einen kleinen Vortrag mit Fragerunde
von einem ehemaligen Radprofi, der jetzt coacht und sich
mit allen mgl Dingen auskannte.

War ein ganz unerwartet netter und ganz spannender
Abend. Und zumindest in der Theorie bin ich jetzt für mein nächstes
Radrennen bestens vorbereitet...;)))

...ach ja, zwei Bilder noch vom Hostel aus
den frühen Morgenstunden.







...ich mußte übrigens morgens beim Auto sogar etwas Eis wegkratzen,
da es über Nacht etwas sehr schattig gewesen war. Manchmal bleibt die
Sonnencreme dann doch im Rucksack...;))

...und noch das hübsche Lighthouse, das es vor dem Rückweg zu sehen gab.






Liebe Grüße und gute Nacht,
Wiebke